Finca de la Esperanza Mallorca - FABA Zentrum für ganzheitliche Therapie und psychosomatische Medizin


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Verhaltensweisen der Kinder

Programm für Kinder

VERHALTENSWEISEN

Nach Sharon Wegscheider entwickeln Kinder aus suchtkranken Familien besonders ausgeprägte und unübliche Verhaltensweisen.

Die Rolle: Der Held
Auf der Verhaltensebene: Übermäßig leistungsorientiert, überverantwortlich, braucht Zustimmung und Anerkennung von anderen. Kann keinen Spaß empfinden.
Auf der Gefühlsebene: Schmerz, fühlt sich unzulänglich, Schuldgefühle, Furcht, geringes Selbstwertgefühl, genügt sich niemals und setzt sich unter Druck
Vorteile der Rolle: Positive AufmerksamkeitVorteile für die FamilieVersorgt die Familie mit Selbstwert. Ist das Kind auf das die ganze Familie stolz ist.
Entwicklung ohne Problemlösung: Workaholic, kann Fehler und Misserfolg nicht ertragen, starkes Bedürfnis zu kontrollieren und manipulieren, zwanghaft, sucht sich suchtabhängige Partner
Entwicklung mit Problemlösung: Kompetent, verantwortungsbewusst, zielbewusst, erfolgreich, zuverlässig

Die Rolle: Der Sündenbock (das schwarze Schaf)
Auf der Verhaltensebene: Extreme Feindseligkeit, voller Abwehr, zieht sich zurück, macht viel Ärger, neigt zur Kriminalität
Auf der Gefühlsebene: Schmerz, fühlt sich zurückgewiesen und verlassen, leicht wütend, fühlt sich unzulänglich, kein oder nur geringes Selbstwertgefühl
Vorteile der Rolle: Negative Aufmerksamkeit
Vorteile für die Familie: Steht im Zentrum der negativen Aufmerksamkeit, lenkt ab vom suchtkranken Elternteil
Entwicklung ohne Problemlösung: Entwickelt Suchtkrankheiten, es entstehen überall Schwierigkeiten bis hin zur Kriminalität
Entwicklung mit Problemlösung: Hat Mut, kann gut unter Belastung arbeiten, kann die Realität anerkennen, kann Risiken eingehen und ertragen

Die Rolle: Verlorenes, stilles Kind
Auf der Verhaltensebene: Einzelgänger, Tagträumer, sehr einsam, belohnt sich auch alleine (z.B. mit Essen), driftet und schwimmt durchs Leben, fühlt sich übersehen und nicht vermisst
Auf der Gefühlsebene: Gefühle der Bedeutungslosigkeit, darf keine Gefühle haben oder zeigen, Einsamkeit, Verlassenheit, gibt sich von vornherein geschlagen. Empfindet viel Schmerz
Vorteile der Rolle: Entkommt jeglicher Aufmerksamkeit und hat damit „seine Ruhe“
Vorteile für die Familie: Erleichterung: „Wenigstens ein Kind, um das man sich nicht kümmern muss"
Entwicklung ohne Problemlösung: Unentschlossenheit, keine Lebensfreude, Beziehungsstörungen, Isolation, kann/will keine Veränderungen eingehen
Entwicklung mit Problemlösung: Unabhängig von der Meinung anderer. Ist kreativ, erfinderisch, phantasievoll. Kann sich selbst behaupten

Die Rolle: Maskottchen / Clown
Auf der Verhaltensebene: Übermäßig niedlich, süß, nett, unreif, tut alles um Lachen oder Aufmerksamkeit hervorzurufen, schutzbedürftig, hyperaktiv, kurze Aufmerksamskeitsspanne, Lernprobleme, ängstlich
Auf der Gefühlsebene: Niedriges Selbstwertgefühl, Angst, Gefühl der Einsamkeit, Bedeutungslosigkeit, Unzulänglichkeit
Vorteile der Rolle: Erhält Aufmerksamkeit indem er die anderen amüsiert
Vorteile für die Familie: Erleichterung und Spannungsabfuhr durch Komik
Entwicklung ohne Problemlösung: Zwanghafte Clownereien, kann mit Stress nicht umgehen, sucht Held oder Helding als Partner
Entwicklung mit Problemlösung: Charmanter Gesellschafter, witzig, geistreich, humorvoll, unabhängig von der Meinung anderer, einfühlsam und hilfsbereit

Diese Verhaltensweisen u.a. sind keine „schwarz/weiß“ Aussagen. Es ist durchaus möglich, dass Kinder aus suchtkranken Familien eine Kombination der oben genannten Verhaltensweisen u.a. zu Erkennen geben. Alle haben jedoch eines gemeinsam: geringes Selbstwertgefühl „ich bin nichts wert“,Angst, Scham und Schuldgefühle dass sie selbst verantwortlich sind, dass ein oder zwei Elternteile alkoholkrank sind.Es ist von überragender Bedeutung, diesen Kindern zu helfen. So, dass sie ihre Gefühle ausdrücken können, auch deshalb, damit sie sich mit ihren Ängsten und Hoffnungen (span. „esperanza“) auseinandersetzen können. Eines der verhängnisvollsten Probleme von Kindern alkoholkranker Eltern ist, DASS SIE MEIST NIEMAND HABEN MIT DEM SIE IHRE BEDÜRNISSE, ÄNGSTE UND HOFFNUNGEN aus- oder ansprechen können. Eines der Gründe dafür ist SCHAM.Vielleicht wollen Sie sich mal selbst unter die Lupe nehmen und sehen, wie Sie damals als Kind reagierten, unabhängig ob Ihre Eltern suchtkrank waren oder nicht. Wenn sie häusliche Liebe, Wärme, Geborgenheit, Zuneigung, Umarmungen, Lob etc. als Kind erlebt haben, dann werden Sie in keine der Kategorien fallen.



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